Kinderförderung
Die Kinder stationär aufgenommener Eltern werden bei uns intensiv betreut und gefördert. Kinder und Eltern leben gemeinsam bei uns: Während die Eltern sich ihren Therapien widmen, kümmert sich das pädagogische Team der Kinderförderung um Bedürfnisse und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder.
Die Räume sind altersentsprechend gestaltet. So oft wie möglich sind die Kinder in der Natur und draußen unterwegs. Viele Kinder sind mit ihren Geschwistern bei uns: Sie haben Kontakt, um gemeinsam zu spielen. Nach der Förderzeit holen die Eltern ihre Kinder ab. Sie verbringen die restliche Zeit des Tages gemeinsam mit ihrem Nachwuchs. Am Wochenende versorgen die Eltern ihre Kinder den gesamten Tag über.
Der Babyraum
Der so genannte ‚Babyraum’ ist der Betreuungsraum für Neugeborene und Kleinkinder. Die Kinder werden in einer liebevollen Umgebung bei ihren ersten Schritten in das Leben begleitet. Das Pädagogenteam des Babyraums achtet auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Es gibt häufige Einzelkontakte, in denen beispielsweise die Wahrnehmung des eigenen Körpers trainiert wird. Eltern werden so weit wie möglich beteiligt.
Intensive Stationäre Betreuung für Kinder ab 3 Jahren
Ein großer Gruppenraum bietet Platz für angeleitetes Spielen, Basten und Malen. Eine Kuschelecke lädt zum Ausruhen ein, die gemütliche Vorleseecken wird gerne genutzt. Daran angrenzend befinden sich die kindgerechten Sanitäranlagen.
Ein Therapieraum, der flexibel für spezielle Formen der Einzelförderung genutzt wird, ist gleich nebenan. Außerdem gibt es einen direkten Zugang zum großzügig angelegten Spielplatz. Die Kinder können ihren Bewegungsdrang auch im vorhandenen Psychomotorikraum ausleben. Am frühen Nachmittag kommen auch die Schulkinder (bis 10 Jahre) in den Bereich der Kinderförderung.
Reduzierte stationäre Betreuung (Kinderförderung 2) Nachsorge
Im Verlauf der Therapie der Eltern und der Kinder verändert sich die Art und Weise der pädagogischen Unterstützung. Um dies zu gewährleisten, ist die Kinderförderung 2 entstanden. Hier werden Kinder von ein bis 14 Jahren am Tage betreut, während ihre Eltern meist schon den stationären Therapieprozess beendet haben. Die Kinderförderung 2 verfügt über eine eigene Küche, sanitäre Anlagen und einen kleinen Spielplatz.
Die Eltern übernehmen in einem höheren Maß die Verantwortung und alltägliche Begleitung ihrer Kinder. Das Wochenende steht der Familie zur freien Gestaltung offen. Hilfe bei der Erziehung erhalten die Eltern in den wöchentlichen Erziehungsberatungsgesprächen. Bei Problemen ist helfender Beistand jederzeit möglich.
In der Kinderförderung 2 wird die familiäre Atmosphäre unterstützt. Dies zeigt sich gerade auch in der Einbindung der Kinder in das Leben außerhalb der TG Wilschenbruch. Die reduzierte stationäre Betreuung entlässt die Kinder schonend und mit der Zeit, die sie für eine (Neu-)Orientierung benötigen, in ein neues Leben mit ihren Eltern.
Kinderförderungsbereich Ritterstraße
In der Lüneburger Innenstadt befindet sich eine Zweigstelle der Kinderförderung. Dort findet die Hausaufgabenbetreuung aller Schulkinder der Einrichtung und die Freizeitgestaltung der Jugendlichen statt. Nach Schulschluss kommen die Schüler hier zum Mittagstisch zusammen und erledigen mit der nötigen Unterstützung ihre Hausaufgaben. Manchmal können einzelne Kinder und Jugendliche auch am Vormittag eine Lernstoffvermittlung innerhalb der Einrichtung erhalten. Dies geschieht in enger Anbindung an die jeweilige Schule und in enger Kooperation mit den Klassenlehrern. Eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen, ein ständiger Austausch mit den Lehrern der Schüler ist selbstverständlich.
Darüber hinaus kann der Schulabschluss bei Bedarf auch über das FLEX-Fernschulsystem (www.flex-fernschule.de) erfolgen.
Während die jüngeren Kinder nach Abschluss der Hausaufgabenzeit zur Nachmittagsfreizeit nach Wilschenbruch gefahren werden, nutzen die Jugendlichen die Räumlichkeiten der Ritterstraße bis zum Abend. Sie verfügen dort über Möglichkeiten altersentsprechender Freizeitgestaltung.
Die zentrale Lage innerhalb der Stadt ermöglicht eine unkomplizierte Unterstützung der Verselbständigungsprozesse. Verabredungen mit Freunden, das Ausüben von Hobbies und Vereinsaktivitäten gehören dazu. Weitere Angebote der Ritterstraße umfassen Lerntherapie bei Lese-Rechtschreib-Schwäche, Kindertherapie in Form einer gestalttherapeutischen Gruppe sowie eine kindgemäße spezifische Traumaberatung.