Info zur Therapie
Ziel der Therapie ist es, eine sucht- und drogenfreie Lebensperspektive zu entwickeln und eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu erhalten. Wir bauen bereits vor Therapieantritt einen persönlichen Kontakt zu unseren Klienten auf.
Die Dauer der Therapie in unserem Haus wird indiviuell abgestimmt. Der Schwerpunkt der Behandlung liegt in den psychotherapeutischen, medizinischen und familientherapeutischen Prozessen. Gleichzeitig wird die berufliche Rehabilitation vorbereitet. Nach der Therapie können die Klienten Unterstützung und therapeutische Begleitung in der Adaption erhalten.
Schwangere Mütter
Nach Möglichkeit nehmen wir schwangere Mütter sofort auf. In der Region Lüneburg können wir auf ein System der gynäkologischen, neonatologischen und pädiatrischen Versorgung zurückgreifen. Ein hoher Versorgungsstandard für schwangere Frauen und ihre neugeborenen Kinder in unserem Hause ist gewährleistet.
Körperliche Entzüge von Eltern
Wir vermitteln Entzugsplätze für Mütter und versorgen in dieser Zeit bereits ihre Kinder. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Eltern keine Möglichkeit haben, während der Zeit ihres körperlichen Entzuges ihre Kinder betreuen zu lassen.
Therapieziele Eltern
Ziel der elterlichen Therapie (medizinische Rehabilitation) ist die Bewältigung der eigenen Störungsbilder „Abhängigkeitserkrankungen“ (nach ICD-10 F10 ff.) und die Wiederherstellung elterlicher Kompetenzen. Es geht um „medizinische Rehabilitationsprozesse“ nach dem SGB VI, die im weitesten Sinne das Ziel haben, wieder eine Teilhabe am Leben zu erreichen. Im Einzelnen wird dies durch
- Wiederherstellung und Stabilisierung der Erwerbsfähigkeit
- Neuorganisation der Familie und Hilfe für die Kinder
- Vorbereitung auf soziale und berufliche Teilhabe
- Wiederherstellung und Stabilisierung der Gesundheit
- Entwicklung der Abstinenzfähigkeit.
Therapie der Kinder
Zu den Standards gehört eine Therapie der Kinder mit interdisziplinärer Ausrichtung. Wir erfassen den altersgemäßen Entwicklungsstatus des Kindes durch eine spezielle Diagnostik und orientieren hieran Therapieprozesse für Eltern und ihre Kinder. Die Therapien schließen sowohl die somatischen, psychotherapeutischen und familientherapeutischen Therapien mit ein, ebenso wie rein ärztliche, ergo- und lerntherapeutische Therapien. Wir bemühen uns, den Kindern die Förderung zukommen zu lassen, die sie aufgrund ihrer Entwicklungssituation benötigen. In aller Regel gelingt es, diesen Anspruch durch Vereinbarungen in den Hilfeplangesprächen zu erreichen.
Therapieziele Kinder
Ziel der Jugendhilfemaßnahme ist es, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die Freude an ihrem Leben neu zu finden und einen Ausgleich für die mögliche Beeinträchtigungen zu bieten, die sie aufgrund ihrer vor und nachgeburtlichen Entwicklung erlebt haben. Es handelt sich um Maßnahmen nach den §§ 27 (Hilfen zur Erziehung), 34 und 35 a (Eingliederungshilfe) SGB VIII. Innerhalb der pädagogisch-therapeutischen Kinderprozesse wird neben der pädagogischen Alltagsbetreuung für jedes Kind ein individueller Förderplan erstellt, der sich am Alter des Kindes und dessen Entwicklungsbeeinträchtigungen orientiert und den hieraus resultierenden Unterstützungsbedarf ableitet. Einzelheiten werden in der Hilfeplanung gemeinsam besprochen und festgelegt.